Ökoweinbau
 

Manfred Welter

 
  Aktive Nützlingsförderung und vorbeugender Pflanzenschutz
  Gesunde Reben sind die wichtigste
Voraussetzung für gesunde Trauben
und damit auch für guten Wein. Die
Ökowinzer bauen dabei auf
Pflanzenschutz durch vorbeugende
Maßnahmen. Heckenpflanzungen am Rande der Weingärten, blühende
Begrünungen unter den Stöcken und
das Aufhängen von Nistkästen für
Vögel sorgen für ein ausgeglichenes
Verhältnis von Nützlingen und
Schädlingen.
 
 
  FLORFLIEGE  
 
  Natürliche Pflege

Mit Bodenpflegemaßnahmen,
Gründüngung, gezieltem Schnitt
des Unterwuchses sowie
Zugabe von Kompost und
Trester arbeitet der Ökowinzer
zudem auf eine optimale
Ernährung der Reben hin. Tees
von Schachtelhalm oder
Brennessel, auch Gesteinsmehle
erhöhen zusätzlich die
Widerstandskräfte der Pflanzen
und wirken vorbeugend gegen
Krankheiten.
  Die kleinen Helfer des                                      Ökowinzers

Neben den Vögeln zählen
Raubmilben, Florfliegen, Schlupf-,
Erz- und Brackwespen, unzählige
Spinnenarten, Raupenfliegen,
räuberische Wanzen, Marienkäfer,
Laufkäfer und auch Ohrwürmer zu
den wichtigsten Nützlingen des
Ökowinzers.
Wenige Raubmilben pro Rebblatt
genügen, um Schadmilben (Kräusel-,
Blattgall- und Spinnmilben) in
Grenzen zu halten. Verschiedene
Spinnen und die Larven der
Florfliege vertilgen mit Genuss die
Raupen des schädlichen
Traubenwicklers.
Ihm werden auch Raupenfliegen
und Schlupfwespen gefährlich, denn
sie legen ihre Eier in die Raupen
des Traubenwicklers ab und
verhindern so seine Entwicklung.