|
|
Elbling
Unser Geheimnis ist der BodenKann es ein Weingut an der Mosel ohne Riesling geben? Klar! Denn bei uns an der südlichen Wein-Mosel, im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg, stehen die Reben nicht auf Schieferhängen. Südlich von Trier wechselt die Bodenart von Devonschiefer zu gelbbraunem Muschelkalk. Der Beginn des Pariser Beckens, dass sich durch Lothringen, die Champagne und durch Burgund bis zur Loire erstreckt. Und das schmeckt man. Weil auf Muschelkalk ganz spezielle Rebsorten hervorragende Anbauqualitäten finden, die sonst an der Mosel selten zu finden sind. Der spritzige Elbling zum Beispiel. Oder die verschiedenen Mitglieder der Burgunder: Der zartfruchtig anregende Weißburgunder, der markant feinwürzige Auxerrois, der elegant kräftige Grauburgunder oder der rubinrote Spätburgunder mit seinem samtigen Geschmack. Prickelnd wird es dann mit unserem Crémant brut, den wir selbst nach traditioneller Champagner-Methode herstellen. Die südliche Wein-Mosel- ein Paradies für Kenner, Entdecker und Genießer.
Spezialität der Obermosel
Der Elbling ist die älteste Edelrebe, die in Deutschland angebaut wird. Schon die Römer fanden diese Weißweinrebsorte an der Mosel vor, als sie 49 v. Chr. das Gebiet der Treverer - die heutige Landschaft an der Mosel, Saar und Ruwer - eroberten. Die Rebsorte nannten sie einfach "albus - die Weiße". Von Ihr leitet sich seit über 2000 Jahre der Name Elbling ab. Im Mittelalter wurde die Elblingrebe im gesamten deutschsprachigen Raum, vom Saale-Unstrut-Gebiet bis nach Burgund, in größter Ausbreitung angebaut. Nur in einigen Gebieten hat sich die Rebe wegen besonders guten boden- und klima-bedingten Standorten erhalten. Heute ist der Anbau im wesentlichen auf die Obermosel begrenzt. Z. Zt sind etwa 250 ha auf luxemburgischem Gebiet und auf deutscher Seite der Mosel zwischen Konz und Perl rund 1000 ha mit der Elblingrebe bepflanzt. Diese kleine Anbaufläche trägt mit dazu bei, daß der Elbling zu einer Rarität geworden ist. Mehr jedoch sind die vom Boden geprägten Verhältnisse entscheidend für die Spezialität Elbling. Der an der Obermosel vorherrschende Muschelkalkboden verleiht dem Elblingwein seine typische Art, die durch ihre Frische, Lebendigkeit, Fruchtigkeit und besonders Herzhaftigkeit immer mehr Weinfreunde zu Elblingfreunden werden läßt. Eben diese Herkunft vom Boden sowie dem speziellen Kleinklima verleiht dem Elbling eine weitere wichtige Qualität, nämlich die besondere Eignung zur Versektung. Die Elblingsekte brauchen die Konkurrenz nicht zu scheuen. So haben sie sich in vielen Vergleichsproben auch mit Champagnern als ebenbürtig erwiesen.
|